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Spätjahreshauptprobe der Feuerwehr Kappelrodeck - Komplexes Gebäude und beengte Verhältnisse

Schwierige örtliche Verhältnisse waren für die Feuerwehr Kappelrodeck mit ihren Abteilungen Kappelrodeck und Waldulm bei ihrer Spätjahreshauptprobe am Samstagnachmittag am Oberberg im Ortsteil Waldulm die besonderen Herausforderungen. Das Übungsobjekt war ein sehr komplexes Gebäude, die Zufahrtmöglichkeiten dorthin waren sehr beengt und nicht zuletzt musste das Löschwasser über lange Schlauchleitungen mit Pumpen zum Übungsobjekt am Oberberg gebracht werden. Als Szenario wurde angenommen, dass es in der Werkstatt und Garage unter dem oberen Wohnhaus bei Schweißarbeiten zu einer Verpuffungsexplosion gekommen war und drei Personen dabei verletzt wurden, zwei davon so, dass sie nicht mehr gehfähig waren.

Um 15 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, nach kurzer Zeit rückte das erste Löschfahrzeug LF8 an. Nachdem sich der erste Trupp ein Bild von der Lage gemacht und diese kommuniziert hatte, folgten und positionierten sich dementsprechend weitere Löschfahrzeuge sowie Schlauchwagen, Einsatzleitwagen und Mannschaftstransportwagen. Das Deutsche Rote Kreuz war ebenfalls alarmiert und schlug sein Versorgungslager in sicherer Nähe des Brandortes auf. Zügig drangen die Atemschutzträger zur Personenrettung ins Brandgebäude vor, die Kollegen positionierten den Druckbelüfter, um den Rauch aus dem Gebäude zu blasen, und Mitglieder der DRK-Bereitschaft Kappelrodeck-Waldulm standen bereit, die aus dem Gebäude geretteten Verletzten zu übernehmen und zum Versorgungslager zu transportieren. Das ging alles ruhig und professionell vor sich, während andere Feuerwehrleute Riegelstellungen aufbauten, um die anhängigen und benachbarten Gebäude mit Löschwasser zu schützen. Von Vorteil für den Erstangriff war, dass der Feuerwehr neben dem Wasser aus ihren Löschfahrzeugen auch dreißig Kubikmeter Wasser aus dem Löschwassertank des Hauseigentümers zur Verfügung standen. Um auf das Löschwasser des Behälters Oberberg zurückgreifen zu können, musste über die L86a eine Schlauchbrücke installiert und durch Personal der Verkehr gesichert werden. Für diesen Wassertransport waren Schläuche über eine Länge von 300 Meter zu legen und es waren Höhendifferenzen von fünf und 14 Metern zu überwinden. Während die Übung lief, machte sich Gesamtkommandant Achim Dürr und Waldulms Abteilungskommandant Georg Huber mit Kommandenten der Achertalwehren, mit Bürgermeister Stefan Hattenbach, Ortsvorsteher Johannes Börsig, Gemeinde- und Ortschaftsräten ein Bild von der Gesamtsituation. Von der Polizei waren Polizeioberrat Guido Kühn und Polizeihauptkommissar Udo Tetzlaff vertreten. Mehr als eine Stunde dauerte die Übung.

Auf der Nachbesprechung erläuterte Einsatzleiter Felix Lamm die Übung, der Ottenhöfener Kommandant Jan Streibelt gab die Manöverkritik. Er sah das Übungsobjekt als ein sehr gut gewähltes Objekt: „Sich an diesem Ort bei Tage Orientierung zu verschaffen, war äußerst sinnvoll. Man stelle sich vor, man müsste bei Nacht und das vielleicht noch im Winter bei Schneeverhältnissen anrücken. Da stünde man ohne genaue Ortskenntnis vor gewaltigen Schwierigkeiten“. Lob hatte Streibelt auch für den Hausbesitzer parat, dass er in Eigeninitiative Löschwasser vorhält. Bürgermeister Stefan Hattenbach schloss sich der Ausführung Streibelts an und würdigte die reibungslose Zusammenarbeit der gesamten „Blaulichtfamilie“. Da war das DRK eingeschlossen, aus dessen Sicht gab Bereitschaftsleiter Martin Graf den Bericht.

Quelle: Berthold Gallinat