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Abend der Blasmusik

„Rosamunde“ aus Böhmen verschenkte beim Abend der Blasmusik ihr Herz an die weihnachtlich gestimmten „Kappler“. „Karel Gott“ ließ mit seiner „goldenen Stimme aus Prag“ die Biene Maya fliegen, während die Besucher mit den Musikanten der Trachtenkapelle aus dem Herzen des Achertals fröhlich einstimmten in die böhmische Liebeserklärung: „Wir sind  Kinder von der Eger“. Es war ein etwas anderer, aber wunderschöner und sehr unterhaltsamer Konzertabend der Trachtenkapelle Kappelrodeck, die mit ihrer „Reise durch Böhmen“ einen musikalischen Volltreffer landete und den über 450 Besuchern ein klingendes Weihnachtsgeschenk vom Feinsten machte. „Ich wollte einfach einmal etwas Abwechslung in die Konzerte bringen und einmal das Musikantenland Böhmen mit seiner langen Tradition vorstellen“, so Dirigent Matthias Schmidt, der ein erstklassiger professioneller Musiker mit der Liebe zur volkstümlichen Blasmusik ist. Doch wer dachte, es erklingen „nur“ böhmische Volksweisen, der rieb sich verdutz die Augen und öffnete weit die Ohren, denn Dirigent und Orchester spannten einen herrlichen Bogen über 1000 Jahre Musikgeschichte hinweg mit Werken von sakral über klassisch bis volkstümlich und modern. Das war mit den „böhmischen Kapplern“ ein Genuss der ganz besonderen Art, zumal Matthias Schmidt mit den 65 Musikerinnen und Musikern eine niveauvolle, variationsreiche Blasmusik mit solistischen und tänzerischen Akzenten präsentierte.

Dass „eine Reise durch Böhmen“ unbedingt durch Kappelrodeck führen muss, wurden den begeisterten Mitreisenden auch durch den herzhaften Mutterwitz des Vorsitzenden Otmar Köninger deutlich. Das war Lebensfreude wie aus dem Herzen Böhmens, auch Dieter Engel war mit seiner kundigen Moderation stets mit einer Brise Humor ein perfekter Begleiter der Musikreise. Diese begann mit dem zackigen Marsch „Die Regimentskinder“ von Julius Fucik und hielt gleich zum Auftakt mit der Ouvertüre aus der Oper „Libussa“ ein Werk der Höchststufe bereit, das mit seinem festlichen Fanfaren-Intro, den sinfonischen Klangfarben und den mystischen Melodien um die sagenhafte „Mutter aller böhmischen Könige“ namens Libussa zu den Glanzlichtern des Konzertes gehörte. Mit viel Gefühl „fuhr“ die Trachtenkapelle mit ihren Gästen die Moldau entlang, von der sprudelnden Quelle vorbei an Burgen und Schlössern bis zur Mündung in die Elbe. Das war ganz fein gespielt und dazu passte bestens der 1000 Jahre alte Choral zu Ehren des Heiligen Wenzel,  Patron von Böhmen, dem die „Kappler“ Musikanten mit einer wundervollen Melodie aus alter Zeit gedachten. Dass in Böhmen nicht nur erstklassige Musik gemacht, sondern auch fröhlich getanzt wird, bewies das Orchester mit der Volkstanzgruppe Kappelrodeck (Leiter Martin Welle) und dem „Böhmerwald Ländler“. Mit rasanten Tempi und eine richtigen Ohrwurmmelodie ging es mit dem „Mährischen Tanz Nr. 4“ weiter in Antonin Dvoraks „Neue Welt“ und zu Fredy Mercurys „Bohemian Rhapsody“, bei denen das Orchester nuanciert und sauber die typische Charakteristik der Tonsprache herausarbeitete. Die „Fröhlichen Musikanten“ Jule Baßler, Mathias Mungenast, Marius Bohnert und Darius Klippe glänzten mit lieblichen Melodien auf Tenor- und Baritonhörnern, während der famose Tenor Christian Bäuerle im Stile von Karl Gott „um die ganze Welt reiste“, die noch immer beliebte „Freundin“ Biene Maja zum Leben erweckte und den „roten Teppich“ ausrollte für Ernst Mosch und ewig jungen Melodien aus dem Egerland.   

Ehrungen
Welchen „Klang“ Lobesworte wie „Vorbild für die Jugend“ oder „Beispiel für ehrenamtliches Engagement“ konkret haben, wurde bei der Ehrung durch Klaus-Petr Mungenast, Präsident des Acher-Renchtal-Musikverbandes und den Vorsitzenden Otmar Köninger deutlich. Denn Hermann Storz wurde für 60 aktive Musikerjahre mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände geehrt. „Hoch geschätzt“, „unkompliziert“ oder „immer da wenn es präsiert“, waren einige der Komplimente für den Musiker mit Leib und Seele. Aller Ehren wert war auch die 50 aktiven Jahre von Otto Storz, der mit der Großen Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet wurde und viel Lob für sein Engagement erhielt. Ein begeisterter Musiker ist auch Jens Köninger, der für 25 Jahre mit der  Silbernen Ehrennadel geehrt wurde.

Quelle: Roland Spether

Die
Die "böhmischen Kappler" glänzten beim Abend der Blasmusik mit einem etwas anderen Konzert mit Musik aus 1000 Jahren

- Tenor Christian Bäuerle begeisterte im Stile von Karel Gott

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- "Fröhliche Musikanten" ließen versiert ihre Tenor- und Baritonhörner erklingen
Höchste Ehrung für einen Blasmusiker mit Leib und Seele, der seit 60 Jahren in
Höchste Ehrung für einen Blasmusiker mit Leib und Seele, der seit 60 Jahren in "Kappel" musiziert - v.l. Otto Storz, Vorsitzender Otmar Köninger, Hermann Sorz, Präsident Klaus-Peter Mungenast und Jens Köninger