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Gemeinde Kappelrodeck (Druckversion)

Neues aus dem Rathaus

Startschuss in Waldulm für schnelles Internet in der Gemeinde Kappelrodeck

Die Telekom hat mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen im Vorwahlbereich 07842 in Kappelrodeck begonnen. Dabei gibt es in der Gemeinde gute Grundvoraussetzungen und Standortvorteile, da Glasfaser schon „historisch“ bis zur Vermittlerstelle im Bierkellerweg führte. Dennoch: Hohe Dämpfungswerte durch Kupferleitungen und alte Technologie waren aus Sicht der Gemeinde nicht mehr akzeptabel, weshalb man seit Jahren auf die Verbesserung der Situation drängte. „Datenraten von gestern passen nicht zu den Bedürfnissen von heute, und die Anforderungen wachsen exponentiell.“, so Bürgermeister Stefan Hattenbach.

Grundgesetzlich geregelt ist, dass der Bund im Bereich „Telekommunikation flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen“ gewährleistet. Der Leidensdruck herrscht aber vor Ort in den Gemeinden, die letztlich vor der Frage stehen, ob es ihnen –ohne dafür die Finanzierungsmittel zu haben- möglich ist, auch noch in diesem Bereich der Daseinsvorsorge in die Presche zu springen.

Das ist in Kappelrodeck im aktuellen Ausbauprojekt nicht der Fall, denn ohne eigenen Finanzmittel er Kappelrodecker rund Waldumer Steuerzahler und ohne wirtschaftliches Risiko für diese geht die Telekom nun eigenfinanziert den Vectoring-Ausbau an. Er ist laut den Gemeindevertretern ein Meilenstein und wichtiger Schritt auf dem Weg, in der sowohl in Arbeitswelt als auch in der Gesellschaft voranschreitenden Digitalisierung dafür zu sorgen, dass Menschen, Betriebe und Gemeinden nicht „abgehängt“ werden. Sollte Super-Vectoring (150 Mbit/s) wie von der Telekom angekündigt 2018 kommen, wird dieser Schritt größer.
Los ging es mit dem symbolischen ersten Spatenstich mit den ersten Tiefbauarbeiten in der Talstraße in Waldulm. Insgesamt wird die Telekom rund sieben Kilometer Glasfaser verlegen und elf Verteiler mit moderner Technik aufstellen. Von dem Glasfaser-Ausbau profitieren rund 2.200 Haushalte ab Ende 2018. Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Das hohe Tempo erfordert hohe Investitionen: Das Verlegen von Glasfaser in beiden Ortsteilen der Gemeinde kostet die Telekom rund 70.000 Euro pro Kilometer. „Jeder Meter der rund 7 Kilometer Ausbaustrecke, mit der Glasfaser in den Wohn- und Gewerbegebieten näher an die Wohnhäuser und Betriebe heranrückt, ist gut. Wir müssen und werden aber weiter dran bleiben, denn auch die neuen Datenraten sind nur ein Zwischenschritt in die Zukunft.“, so Stefan Hattenbach.

„Ich freue mich, dass die Arbeiten in Kappelrodeck und Waldulm nun starten“, so der Bürgermeister weiter.  Der Vectoring-Ausbau ist ein wichtiger Schritt in Richtung flächendeckender, zukunftsfähiger Infrastruktur, nachdem die Situation im Ortsnetz aus Sicht der Gemeinde „unzufriedenstellend“ war. „Gute Anbindungen sind wichtiger digitaler Standortvorteil.“, so die Gemeinde Kappelrodeck.

„Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben“, sagt Klaus Vogel, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten. Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor.“
Zusätzlich nutzt die Gemeinde Kappelrodeck auch die Tiefbauarbeiten, um –wo sinnvoll- nicht nur Gehwege zu sanieren und zu verbreitern, sondern auch Leerrohrinfrastruktur für Kreis-Backbone und ein mögliches Glasfaser-Ortsnetz mitzuverlegen. Durch das abgestimmte Vorgehen werden damit auch unsinnige Doppelstrukturen vermieden.

Karsten Beile (Firma Baum), Michael Timm (Telekom), Bürgermeister Stefan Hattenbach, Klaus Vogel (Telekom), Bürgermeisterstellvertreter Günther Gallwitz, Ortsvorsteher Johannes Börsig, Bauamtsleiter Paul Huber
Karsten Beile (Firma Baum), Michael Timm (Telekom), Bürgermeister Stefan Hattenbach, Klaus Vogel (Telekom), Bürgermeisterstellvertreter Günther Gallwitz, Ortsvorsteher Johannes Börsig, Bauamtsleiter Paul Huber
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