Gemeinde Kappelrodeck

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Jakobusweg führt durch Acher- und Renchtal

Einer der Pilgerwege, die durch ganz Europa zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela im spanischen Galizien führen, ist der Badische Jakobsweg mit seinem Mittelstück von Ettlingen bis Schutterwald. Von Baden-Baden kommend geht der Pilgerweg über die Gemarkungen Sasbachwalden, Kappelrodeck und Oberkirch. Von Bürgermeister Stefan Hattenbach kam die Idee, diesen Weg im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit entsprechenden neuen Markierungen zu kennzeichnen, von Oberkirchs Oberbürgermeister Matthias Braun und Sonja Schuchter für Sasbachwalden wurde der Vorschlag begrüßt und aufgegriffen. Am Freitagvormittag trafen sich die Rathauschefs und die Leiterinnen der Tourismusbüros der drei Gemeinden am Gedenkstein Käsreut im Rebgebiet von Waldulm, um das gelungene Projekt zu würdigen.

In einer kurzen Ansprache wies Hattenbach darauf hin, dass die Muschel seit dem Mittelalter zum bekannten Zeichen des Jakobswegs und auch der Kakobspilger wurde. Die große Kamm-Muschel, die Grundlage dieses Symbols bildete, kam ursprünglich nur in Galizien vor. Zum Begriff des Pilgers führte der Bürgermeister weiter aus, dass damit ursprünglich "Fremdling" gemeint war. "Für uns ist die Muschel nicht nur ein Zeichen für die Pilger, sondern ein Gruß an sie", betonte Hattenbach, sie seien hier keine Fremdlinge, sondern in der Region willkommen. Die Muschel wurde deshalb nicht nur als weitere Markierung an den Wanderwegen, sondern auch als großes Symbol auf dem Asphalt des Wirtschaftswegs aufgebracht. Die schöne Raststätte hier beim Gedenkstein Käsreut  biete inmitten einer paradiesischen Landschaft den Blick auf das Straßburger Münster mit seiner über tausendjährigen Geschichte und auf die Hornisgrinde, den höchsten Berg des Nordschwarzwaldes, mit dem Kutzenstein liege el alter Kraftort aus keltischer Zeit in der Nähe. Hier biete sich für die Menschen ein idealer Platz, geistig, körperlich und mental "aufzutanken". Diese gemeinsame Wegweisung sein ein kleines, aber beispielhaftes Projekt interkommunaler Zusammenarbeit, das zeigt, wie wichtig es ist, gemeinde- und tälerübergreifend von den Menschen her zu denken - seien es die Bürger, Urlauber oder auch wie hier die Pilger. Dankesworte galten den Beteiligten, und Hattenbach schloss mit dem Hinweis, von hier bis Santiago de Compostela seien es noch 1877 Kilometer oder 370 Stunden Wanderung.

Oberbürgermeister Matthias Braun erinnerte daran, dass dieser Weg auch als Teil des Ortenauer Weinpfads die Täler verbindet. Sein Dank galt Hattenbach für die Initiative. „Nicht nur der Pilger weiß jetzt, dass das der richtige Weg ist“, betonte er. Auch Sonja Schuchter verwies auf das Besondere dieses Weges, der ein weiteres interessantes Highlight darstellt. Er entspreche von seiner emotionalen Seite her dem heutigen Zeitgefühl, wo die Menschen sich „geerdet“ fühlen möchten, der Natur bewusster zugewandt. Saskia Bleich als Leiterin der Tourist-Info Kappelrodeck wies darauf hin, dass der Jakobsweg zwar sehr bekannt, aber meist mit Spanien und Frankreich in Verbindung gebracht wird. Dabei gibt es auch bei uns in der Region Teilstücke, die zu gehen es sich lohnt.

Quelle: Peter Meier

Die Stadtoberhäupter mit den Leiterinnen der Tourist-Infos, vo li Matthias Braun und Gunia Wassmer (Oberkirch), Sonja Schuchter und Carina Klumpp (Sasbachwalden), Stefan Hattenbach und Saskia Bleich (Kappelrodeck)
Die Stadtoberhäupter mit den Leiterinnen der Tourist-Infos, vo li Matthias Braun und Gunia Wassmer (Oberkirch), Sonja Schuchter und Carina Klumpp (Sasbachwalden), Stefan Hattenbach und Saskia Bleich (Kappelrodeck)