Gemeinde Kappelrodeck

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Senioren gehören in die Mitte der Gemeinde

Eine Rekordbeteiligung erlebte die traditionelle Adventsfeier für die älteren Mitbürger, über hundert Senioren hatten sich hierzu am Sonntagnachmittag in der Pfarrberghalle eingefunden. Das Programm gestalteten die Trachtenkapelle Waldulm unter der Leitung von Wolfgang Graf sowie die Volksliedersinggruppe um Manfred Bauschke und Franz Künstel, verstärkt durch Sylvia Köninger und Johannes Hirt.

Für den neuen Ortsvorsteher Johannes Börsig war die Veranstaltung eine Premiere. Unter den Besuchern hieß er auch Pfarrer i.R. Wendelin Faller willkommen. In seinem Grußwort ging Pfarrer Andreas Moll auf den Advent als Mahnung ein, über Änderungen des eigenen Lebens nachzudenken, wobei die damit verbundene Hoffnung ihre Erfüllung an Weihnachten findet. Das Leben in der Familie und die Bedeutung, die ältere Menschen für die Gemeinschaft haben, stand im Mittelpunkt der Erzählung, die Pater Georg Ezharath zum Vortrag brachte.

Nach weiteren Stücken der Trachtenkapelle machte Bürgermeister Stefan Hattenbach in seiner Ansprache deutlich, dass es die Botschaft von Weihnachten ist, sich Zeit zu nehmen für andere Menschen und ihnen zuzuhören. Das Weihnachtsfest sei neben seiner religiösen Bedeutung ein Fest des Friedens, der Liebe und Geborgenheit, des Miteinander. Das gelte auch für die Gemeinde, in der sich alle, Alt und Jung, wohlfühlen sollen. Zur Lebensqualität gehöre dass sich Kappelrodeck und Waldulm nicht nur durch Respekt und Achtung der älteren Generation gegenüber auszeichnet, sondern durch ein Miteinander der Generationen. Vor diesem Hintergrund ging er auf die derzeit 20 Flüchtlinge ein, die derzeit in Kappelrodeck wohnen, rund ebenso viele werden im kommenden Jahr hinzukommen. Insgesamt 360 Menschen aus 35 Nationen leben hier, machte er deutlich.

Diese Verbundenheit zwischen den Generationen wurde dann auch bei den Hauptakteuren des Volksliedersingens deutlich, denn Franz Künstel als Sänger Manfred Bauschke an der Gitarre hatten sich mit Sylvia Köninger und Johannes Hirt jugendliche Verstärkung geholt. Gemeinsam mit den Senioren erklangen Lieder wie der „Bajazzo“ und „Hohe Tannen“, den stimmungsvollen Abschluss bildete das Waldulmer Heimatlied.

Nachdem die Senioren zunächst mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden, bekamen sie von der Frauengemeinschaft auch Wein und belegte Brötchen serviert. In seiner Ansprache ging Ortsvorsteher Börsig zunächst auf statistische Daten ein. Derzeit leben in Waldulm 1279 Menschen, darunter 643 Männer und 636 Frauen. Den bisher 6 Geburten stehen 13 Sterbefälle gegenüber. 2014 war ein Jahr der Ehejubiläen: 11 waren es insgesamt, dreimal davon das Fest der Diamantenen Hochzeit. „Mit dieser Feier am heutigen Nachmittag wollen wir Ihnen zeigen, dass Sie in der Mitte unserer Gemeinde ihren Platz haben“, wandte er sich an die Senioren. Sie gehören zu einem lebendigen Gemeinwesen wie das sprichwörtliche „Salz in der Suppe“, denn ohne ihre Erfahrungen, ohne Ihre Lebensklugheit und ohne Ihren vielfältigen Einsatz vor allem in Ihren Familien und auch in ehrenamtlichen Tätigkeiten, wären wir alle ärmer. Der Nachmittag solle eine Anerkennung dafür sein, was die ältere Generation auf vielfältige Weise in die Gemeinschaft einbringt.

Quelle: Peter Meier

Zum Volksliedersingen luden (von links) Manfred Bauschke, Sylvia Köninger und Franz Künstel (nicht auf dem Bild Schlagzeuger Johannes Hirt)
Zum Volksliedersingen luden (von links) Manfred Bauschke, Sylvia Köninger und Franz Künstel (nicht auf dem Bild Schlagzeuger Johannes Hirt)