Gemeinde Kappelrodeck

Seitenbereiche

Seiteninhalt

Ältere Artikel nachlesen

Waldulm hat neue Wildschadenschätzer/ Werner Wölfl und Gebhard Fi-scher übernehmen Amt für 6 Jahre

Die Jagdgenossenschaft von Waldulm ist die Summe aller Grundstückseigentümer. In gemeinschaftlichen Jagdbezirken hat grundsätzlich diese Jagdgenossenschaft den durch Wildschäden Geschädigten den Wildschaden selbst zu ersetzen. Die Gemeinde als von der Jagdgenossenschaft eingesetzte Verwalterin der Jagdgenossenschaft hat die Wildschadensersatzpflicht, die originär bei den Grundstückseigentümern liegt, jedoch über den Pachtvertrag auf die Jagdpächter übertragen, erläutert die Gemeindeverwaltung Kappelrodeck.

Unter Wildschäden versteht man wirtschaftliche Schäden, die durch wildlebende Tierarten in der Kulturlandschaft verursacht werden. In Baden-Württemberg müssen zum Beispiel auch Wildschäden an Weinbergen ersetzt werden, sofern sie durch wildschadenersatzpflichtige Wildarten verursacht wurden. Wildschäden können dabei an den Reben, den Trauben und an der Fläche entstehen. „Der vielfältige Wechsel unserer Natur- und Kulturlandschaft hat somit auch das Potenzial für Wildschäden“, so Bürgermeister Stefan Hattenbach. Insbesondere im Waldulmer „Jagdbezirk IV“ bilden die zahlreichen Waldzungen, die Biotope und die insgesamt sehr lange Grenzlänge sowie die Vielfalt zwischen Wald und Reben dieses hohe Potenzial aus.

Der Ersatz von Wildschäden sowie das Verfahren sind dabei im Landes- und Bundesjagdgesetz geregelt. In diesem Verfahren spielt der so genannte Wildschadenschätzer eine wichtige Rolle. Nachdem für die drei Kappelrodecker Jagdbezirke Klemens Schnurr und Georg Baßler auf Vorschlag der Gemeinde vom Landratsamt Ortenaukreis offiziell zu Wildschadenschätzern der Gemeinde bestellt wurden, sind nun auch in Waldulm neue Wildschadenschätzer gefunden: Werner Wölfl und Gebhard Fischer haben sich bereiterklärt, für die nächsten 6 Jahre das Amt des Wildschadenschätzers für den Waldulmer Jagdbezirk wahrzunehmen. Bürgermeister Stefan Hattenbach bedankte sich für die Bereitschaft von Werner Wölfl und Gebhard Fischer, eine solche verantwortungsvolle und nicht immer konfliktfreie Aufgabe zu übernehmen, bei der unterschiedliche und bisweilen wiederstreitende Interessen zusammengeführt werden müssen. Ortsvorsteher Johannes Börsig zeigt sich sehr zufrieden, dass nach einer längeren und nicht ganz einfachen Suche nun zwei fachkundige Personen für dieses Amt gefunden wurden.

„Inhaltlich kompetente Schätzer bieten dabei Gewähr für die Akzeptanz der ermittelten Schadenhöhe“, so die Gemeindeverwaltung Kappelrodeck. Bis zum Ende ihrer Amtszeit 2020 werden die fachkundigen Wildschaden-schätzer hoffentlich nicht allzu oft Einsätze haben, denn in vielen Fällen kann der Schaden zwischen Jagdpächter und Geschädigtem selbst geregelt werden oder man kommt rasch zu einer gebühren- und kostenfreien sowie unbürokratischen, gütlichen Einigung. Ist dies nicht der Fall, folgt ein umfangreiches, mehrstufiges Verfahren.

„Noch besser für alle Beteiligten ist es natürlich, wenn man gemeinsam handelt und Wildschäden bestmöglich verhindert bzw. die Gefahr von Wildschäden mindert. Hier ist gemeinsames Handeln von Landwirten und Jägerschaft sowie dem Forst gefragt.“ so Hattenbach. Dennoch liegt es in der Natur der Sache, dass Schäden an Kulturen durch wildlebende Tiere immer wieder auftreten können und werden.

Ortsvorsteher Johannes Börsig, Gebhard Fischer, Werner Wölfl, Bürgermeister Stefan Hattenbach
Ortsvorsteher Johannes Börsig, Gebhard Fischer, Werner Wölfl, Bürgermeister Stefan Hattenbach