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Glasfaser-Ausbau: Mehr Tempo für die Gemeinde Kappelrodeck

Nachdem die Gemeinde Kappelrodeck seit Jahren mit Nachdruck eine verbesserte Bandbreiten-Versorgung der Bürger und Betriebe fordert und mit dem Beitritt zur Breitband Ortenau GmbH die Möglichkeit geschaffen hat, selbst aktiv zu werden, kommt Bewegung in die Sache: Die Telekom baut im Rahmen des Vectoring-Ausbau ihr Netz in der Gemeinde Kappelrodeck aus. Dies erfolgt eigenfinanziert, das heißt ohne dass kommunale Finanzmittel der Kappelrodecker und Waldulmer Steuerzahler dafür eingesetzt werden müssen.

Rund 2.200 Haushalte bekommen ab Ende 2018 schnelles Internet, prognostiziert die Telekom: Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Te-lefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer.
Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt mit der Vectoring-Technik auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Spätestens Ende 2018 sollen die neu verfügbaren Produkte auch buchbar sein. Dafür wird das Unternehmen rund 6,5 Kilometer Glasfaser verlegen und neun Verteiler aufstellen oder mit moderner Technik ausstatten, nachdem im so genannten „Nachbereichsausbau“ bereits an mehreren Verteilern in der Gemeinde die Grundlagen dafür geschaffen wurden. Das Glasfaser rückt somit deutlich näher an die Endkunden. Die Gemeinde, die selbst bereits seit 2009 bei geeigneten Baumaßnahmen Leerrohre für Glasfaserleitungen verlegt, wird auch bei den aktuellen Tiefbauarbeiten der Telekom die Mitverlegung von gemeindlichen Leerrohren, die später von Netzbetreibern für Glasfaser-Hausanschlüsse genutzt werden könnten, vornehmen. Denn: Die Datenraten, die Vectoring heute bietet, sind zwar eine signifikante Verbesserung- ob sie aber in naher Zukunft noch ausreichend sein werden und mit welcher Technologie sie in die Häuser gebracht werden, bleibt aus Sicht der Gemeinde bestmöglich vorauszusehen.

"Gute Internetanbindungen sind wichtiger Standortfaktor für Bürger und Gewerbe, gerade im Ländlichen Raum. Es geht bei der mit großen Schritten voranschreitenden Digitalisierung somit auch um die Arbeitsplätze der Zukunft und Teilhabe.“ sagt Stefan Hattenbach, Bürgermeister von Kappel-rodeck. "Deshalb freuen wir uns, dass Kappelrodeck jetzt vom Ausbau-Programm der Telekom profitiert. Somit könne wir auch in diesem Bereich eine Attraktivitäts- und Leistungssteigerung der örtlichen Infrastruktur er-möglichen."

„Unser Ziel lautet: Breitband für alle. Deshalb investieren wir Jahr für Jahr bis zu vier Milliarden Euro. So treiben wir auch in Kappelrodeck die Digitalisierung voran,“ sagt Klaus Vogel, Regio Manager Infrastrukturvertrieb der Region Süd der Telekom Deutschland. „Unser Netz wächst täglich. Mit mehr als 450.000 Kilometern hat die Telekom bereits heute das größte Glasfasernetz in Deutschland. Zum Vergleich: Das deutsche Autobahnnetz ist insgesamt 13.000 Kilometer lang.“

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden höhere Bandbreiten erreicht. Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird Super-Vectoring eingesetzt. Dann sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s möglich. Da das Kupfer bekanntermaßen die Übertragungsraten mit zunehmender Leitungslänge dämpft, gilt als Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Gemeinde und Telekom schaffen mit dem vereinbarten Vectoring-Ausbau die Grundlage für schnelleres Internet Bauamtsleiter Paul Huber, Bürgermeister Stefan Hattenbach, Klaus Vogel (Telekom), Hans-Georg Basler (Telekom)
Gemeinde und Telekom schaffen mit dem vereinbarten Vectoring-Ausbau die Grundlage für schnelleres Internet Bauamtsleiter Paul Huber, Bürgermeister Stefan Hattenbach, Klaus Vogel (Telekom), Hans-Georg Basler (Telekom)