Gemeinde Kappelrodeck

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Aktuelles aus dem Rathaus

Gutes Ergebnis, aber Jagd auf Schwarzwild ist weiter nötig

Sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihrer revierübergreifenden Drückjagd am vergangenen Samstag war die Jägerschaft der Reviere Waldulm, Ottenhöfen I, Furschenbach, Lautenbach und Oberkirch. Am Dienstagabend zogen die Jagdpächter Gerhard Maier, Joerg Marx, Alfred Benz und Marius Hodapp Bilanz. „Wir konnten 39 Stück Wild erlegen, darunter zwölf Wildsauen, das ist ein sehr gutes Ergebnis der aufwendigen Drückjagd über die Reviere hinweg.“ Sie fand am Samstag von 9.15 bis zwölf Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr statt. Insgesamt bestritten 68 Schützen, 31 Treiber und eine große Anzahl Jagdhunde die Jagd und da die Jagd revierübergreifend war, konnte das Wild nicht über Reviergrenzen verschwinden. Das war, wie Gerhard Maier, einer der Initiatoren der Jagd, wissen ließ, ausgesprochen wichtig, denn bei einer Revierjagd ist es so, dass der Jäger nur in seinem Revier jagen darf. Würde er dem Wild über die Reviergrenze folgen und es erlegen, würde er sich der Wilderei schuldig machen.

„Wir haben uns um acht Uhr morgens getroffen, mit den Schützen, Treibern und Hundeführern alles durchgesprochen und die Einteilung vorgenommen. Das Allerwichtigste ist dabei immer, dass die Sicherheitsmaßnahmen jedem bekannt sind, sie müssen im Verlauf der Jagd absolut eingehalten werden“, stellte Alfred Benz heraus und Gerhard Maier ergänzte: „Es ist ja so, dass jeder Jäger sein Revier kennt und somit auch die Friedwechsel und Fluchtwechsel des Wildes. Danach wird die Jagd ausgerichtet.“ An einer Karte vermittelte Gerhard Maier, dass es einen klaren Jagdplan gibt. Jeder Jagdstand ist nummeriert und jeder Jagdplatz ist nach Sicherheitsgründen ausgerichtet, was insbesondere einen sicheren Kugelfang beinhaltet. Jeder Schütze wird daher vom Einsteller eingewiesen, wo sein Schussfeld ist, kein Jäger darf diesen während der Jagd verlassen und etwa einem Wild einfach nachstellen. „Stellen Sie sich vor, jemand bliebe nicht in seinem Schussfeld und eine verirrte Kugel würde über eine Kuppe fliegen und irgendwo einschlagen, wo nichtsahnende Wanderer gehen,“ verdeutlichte Alfred Benz, dass Sicherheit bei der Jagd oberstes Gebot ist.

„Im Grund beginnt die Jagd schon sehr viel früher, nämlich bereits im Frühjahr und Sommer, wenn wir im Revier ausputzen, um dann bei der Jagd im Herbst und Winter freie Schussbahn zu haben“, informierte Marius Hodapp und kommentierte zur Jagd am Samstag: „Was uns in die Hände gespielt hat, waren das gute Wetter und dass sowohl Waldbesitzer als auch Waldnutzer das Jagdgebiet gemieden haben. Großartig war, dass Landwirte als Treiber mit dabei waren. Nur gemeinsam sind wir stark.“ Wenn auch beim Schießen das klar abgegrenzte Schussfeld absolut eingehalten werden muss, sind Jäger auf einer solchen Jagd auch unterwegs. „Ich bin 18 Kilometer an dem Tag gelaufen, mein Hund war rund 60 Kilometer unterwegs“ teilte Joerg Marx mit, gemessen mit GPS. „Wir konnten, insbesondere, was das Schwarzwild angeht, Tiere abschöpfen“, zog Alfred Benz als Resümé, „aber damit ist nicht genug. Die Wildsaurotten werden, wie die Wildkameras erkennen lassen, größer und es wird weitere Drückjagden geben müssen.“ Die Jagdpächter Alfred Benz, Marius Hodapp, Gerhard Maier und Joerg Marx hoffen nun auf Schnee, weil der für eine erfolgreiche Jagd die Spuren des Wildes gut erkennen lässt, so dass insbesondere das Schwarzwild gut aufzuspüren ist. Dieses ist außerordentlich intelligent, versteht sich gut zu verstecken und ist hellwach, wenn es Gefahr wittert. Wer einmal Wiesen-, Reb- und Feldstücke gesehen hat, die von Wildsauen auf ihrer Futtersuche umgegraben und verwüstet wurden, kann ohne Zweifel verstehen, wie wichtig die Kontrolle dieses Wildbestandes für die Landwirtschaft ist. Die Jagd vom Samstag endete am Grillplatz Blaubronn, dort wurde die Strecke gelegt und verblasen sowie der Erlegerbruch übergeben. Das Wild wurde mit dem letzten Bissen geehrt.

Quelle: Berthold Gallinat

Dieser Keiler brachte 89 Kilo auf die Waage und war das mächtigste Wild, das die Jäger der Region bei ihrer revierübergreifenden Drückjagd am Samstag erlegten
Dieser Keiler brachte 89 Kilo auf die Waage und war das mächtigste Wild, das die Jäger der Region bei ihrer revierübergreifenden Drückjagd am Samstag erlegten