Gemeinde Kappelrodeck

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Aktuelles aus dem Rathaus

Neujahrsempfang

„Welches Los werden wir 2019 ziehen, einen Gewinn oder eine Niete?“. Eine spannende Frage, die Pater Georg Ezerath beim Neujahrsempfang von Gemeinde und Pfarreien stellte und darauf hinweisen wollte, dass das neue Jahr sicherlich viele Chancen, aber auch Enttäuschungen bereithalten werde. „Was wir auch ziehen, was immer unser Los ist, mögen wir alle in Gemeinde und Pfarrei immer an einem Strang ziehen und uns gegenseitig Respekt erweisen“, so der Wunsch von Pater Georg. Diesen konnte Bürgermeister Stefan Hattenbach nur bekräftigen, wobei sein prall gefüllter „Lostopf“ viele „Gewinne“ im Sinne von Maßnahmen und Ziele beinhaltete: „Die Mutigen erkennen in der Zukunft die Chance. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in Kappelrodeck und Waldulm den Mut haben, die Chancen zu erkennen und sie zu ergreifen“. Denn „Kommunen sind der Ort der Wahrheit, weil sie der Ort der Wirklichkeit sind“. Deshalb zeigte sich der Bürgermeister sehr sicher, dass die Gemeinde mit ihrer Wirklichkeit von vielen mutmachenden Erfahrungen mit engagierten Bürgern, Gruppen und Vereinen weiterhin das große Los ziehen und in eine gute Zukunft gehen wird.

Nur Gewinner gab es seit 1994, nachdem die Gemeinden Kappelrodeck und Rosheim eine Jumelage schlossen und 2019 ihre „Silberne Hochzeit“ feiern. „Europa sollte sich an uns eine Beispiel nehmen“, so Bürgermeister Michel Herr, der diese Aussage an jede Adressaten richtete, die extreme Positionen haben, wieder Grenzen ziehen oder gar aus Europa aussteigen möchten. Dass es dazu keine Alternativen gibt, wurde aus den Ausführungen von Pfarrer Andreas Moll deutlich, der auf die bislang längste Friedenzeit in Europa verwies und mit der Jahreslosung 2019 einen ganz konkreten, praktischen Handlungsimpuls mitgebracht hatte: „Suche Frieden und jage ihm nach“. Es gebe noch viel zu tun, so Andreas Moll, der alle Bürger vor Ort und in Rosheim mit Udo Lindenberg ermunterte: „Komm wir ziehen in den Frieden, wir sind mehr als du glaubst“.  

Eine Hörgenuss-Premiere vom Feinsten präsentiert die neue Mitbürgerin Elena Wagner-Gromova am Klavier, die dem „Bürgerempfang“ eine virtuose Note verlieh. Einen originellen Dank hatte sich Stefan Hattenbach ausgedacht: „Applaudieren Sie nicht mir oder meiner Rede, sondern der Person genau rechts und links von Ihnen, die sich beide in den Dienst der Gesellschaft stellen und zum Gemeinschaftserfolg beigetragen haben oder dies noch tun“. Damit fokussierte er den Blick auf die „Kappelrodecker Gemeindegemeinschaft“ mit Verwaltung und Bürgern, die quasi als „Dienstleistungsunternehmen einen Jahresumsatz von 25 Millionen Euro, 6100 Gesellschaftern, 18 ehrenamtliche Aufsichtsräte und ein Leistungs-Portfolio hat, das in Breite und Tiefe nicht zu überbieten ist“. Dieses reiche von Standesamt bis Straßenbau, von Kleinkindbetreuung bis Schule und Sport, von Baugebiet bis Brandschutz, von Tourismus bis Klärschlamm, von Freibad bis Forstverwaltung, hinzu kommen die vielen Angebote und Leistungen in den Vereinen.

Mit dem Hochwasserschutz im Besenstiel konnte 2018 ein „historisches Projekt“ zu Ende geplant werden, das 2019 mit der kompletten Erneuerung der öffentlichen Infrastruktur und mit Geröllfang und Bachlauf-Ertüchtigung umgesetzt werde. Die Ansiedelung eines DM-Marktes scheiterte vorerst, weil kein passendes Tauschgrundstück angeboten werden konnte. In Sachen Breitband-Ausbau gelang ein „großer Schritt nach vorne“, die Feuerwehr feierte ihr  150-jähriges Bestehen, in Waldulm wurde ein Dorfplatz geschaffen und es gab große Investitionen in Kindergärten und Schulen, es wurde ein Naturkindergarten eingerichtet und ab 2019 sollen 20 der rund 300 KiTa-Plätze diese Angebotsform als Waldkindergarten erhalten. Lang war die Liste der Maßnahmen und Projekte, die 2019 von der Modernisierung des Rathauses über die Stärkung des Ortskerns und das neue Feuerwehrfahrzeug bis zur Schaffung zusätzlicher Kindergartenplätze viel Geld kosten.

Quelle: Roland Spether

Doppelten Grund zur Freude gab es beim Neujahrsempfang in Kappelrodeck, denn neben dem
Doppelten Grund zur Freude gab es beim Neujahrsempfang in Kappelrodeck, denn neben dem "großen Los" für Gemeinde und Bürger dürfen Kappelrodeck und Rosheim 2019 ihr 25-jähriges Jumelage-Jubiläum feiern - hier die Bürgermeister Stefan Hattenbach und Michel Herr, ganz rechts die Vertreter beider Freundeskreise mit Vorsitzendem Albert Schneider und Präsident Alfred Robinius