Gemeinde Kappelrodeck

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Aktuelles aus dem Rathaus

Wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Wohngebiets Heidenhöfe/Gässelsmatt in Kappelrodeck erreicht

Wohnraumnot und Knappheit an Miet- und Kaufimmobilien gehört zu den wichtigsten aktuellen gesellschaftlichen Themen, aus ihnen resultieren  hohe Miet- und Kaufpreise in der Region. So auch in Kappelrodeck, das in den letzten Jahren wie viele Gemeinden im Land maßvoll, aber kontinuierlich wächst.
Ebenfalls von einem Wachstum begriffen ist der durchschnittliche Wohnraumbedarf pro Person: 1988 waren es im Land noch 36,8 Quadratmeter pro Person, nur 30 Jahres später sind es durchschnittlich pro Kopf 46,1 Quadratmeter Wohnfläche. Also bereits ohne Einwohner-Zuwächse ein Mehrbedarf an Wohnflächen von über 25 Prozent. Eine nicht einfache Herausforderung, die von Privaten und der öffentlichen Hand, vorneweg von den Kommunen zu meistern ist.

"Wir wachsen nachhaltig und organisch, ausgewogen in Innen- vor Außenentwicklung", so Bürgermeister Stefan Hattenbach.
Aktuell ist ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung des Wohnbaugebiets Heidenhöfe/Gässelsmatt erreicht, dessen Entwicklung bereits seit vielen Jahren im Flächennutzungsplan der Gemeinde vorgesehen ist: Mit dem Planwerk der Unger Ingenieure aus Darmstadt und der FSP Stadtplanung aus Freiburg wurde der Siegerentwurf Wettbewerbs für das Kappelrodecker Neubaugebiet gekürt. Ein gemeinderätliches Gremium hatte zusammen mit neutralen Beratern über dreieinhalb Stunden getagt, bis die Beschlussempfehlung feststand, die der Gemeinderat in seiner darauffolgenden Sitzung einstimmig bestätigte. "Hier entsteht ein weiteres Wohngebiet mit sehr hoher Wohnqualität. Wir haben aus der Pflicht eine Kür gemacht: Renaturierung und Integration der Gewässer als Gestaltungselemente machen das Quartier zu einem aufgelockerten, strukturierten, modernen und ausgesprochen grünen Wohngebiet.", so Bürgermeister Stefan Hattenbach. Besonders wichtig sei es dabei auch, "die Acher als Gewässer erlebbar zu machen". Rund 35 Einzel- und Doppelwohnhäuser könnten hier entstehen, dazu drei Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen. Eine aufgelockerte Bebauung, ruhige Wohnhöfe mit Sackgassen und Ringstraßen prägen den Entwurf, ebenso eine sehr attraktive Fuß- und Radwegeanbindung, Klimafreundlichkeit und zeitgemäße Erschließung. Dazu gibt es viel Blick ins Grün und auf Wasser.

Vorausgegangen war ein Wettbewerb auf Basis eines 17seitigen Auslobungstextes, in dem die Gemeinderäte ihre Anforderungen an das Neubaugebiet als Leistungsverzeichnis definiert hatten. Dazu gehören die Verlegung der Tennisplätze ins Sportzentrum Rodeck-Stadion, die Schaffung eines Fußball-Spielfeldes, der Neubau eines Kinderspielplatzes für die Familien in taleinwärts gelegenen Gemeindeteil, die Integration und Entwicklung der beliebten Wohnmobilstellplätze, der naturschutzrechtlich Ausgleich genauso wie Hochwasserschutz- und Retentionsmaßnahmen. Von diesen soll nicht nur das Wohngebiet profitieren, sondern auch die Immobilieneigentümer der flussabwärts liegenden Ortslage. Der Entwurf der renommierten Planungsbüros dient nun als Grundlage für die weitere planerische Entwicklung- und für diese hat der Gemeinderat bereits weitere „Hausaufgaben“ formuliert, z.B. die Schaffung von öffentlichen Stellplätzen. Fest steht nun mit Unger Ingenieure aus Darmstadt und der FSP Stadtplanung aus Freiburg die Arbeitsgemeinschaft, die Planungs- und Entwicklungspartner der Gemeinde für diese Baugebiet sein soll. Gebaut wird nach heutigem Stand nach Abschluss aller notwendigen Verfahren voraussichtlich 2021.

Die Planer für das Neubaugebiet Heidenhöfe/Gässelsmatt stehen fest, Bürgermeister Stefan Hattenbach freut sich über ein neues Wohnbaugebiet Bauwillige in Kappelrodeck
Die Planer für das Neubaugebiet Heidenhöfe/Gässelsmatt stehen fest, Bürgermeister Stefan Hattenbach freut sich über ein neues Wohnbaugebiet Bauwillige in Kappelrodeck