Gemeinde Kappelrodeck

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Aktuelles aus dem Rathaus

Feier Zehn Jahre interkommunale Kooperation im Feuerlöschwesen

„Wasser marsch“ lautet vor zehn Jahren das Kommando über kommunale Grenzen hinweg, als neun Städte und Gemeinden des nördlichen Ortenaukreises die Zusammenarbeit im Feuerlöschwesen noch weiter intensivierten und eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung unterzeichneten. „Dieser Vereinbarung lag der Gedanke zugrunde, dass wir das Feuerlöschwesen interkommunal denken und organisieren müssen, damit wir die Schlagkraft auf diese Weise optimieren“, so Oberbürgermeister Klaus Muttach bei einer Feier in der Acherner Feuerwache. „Wir wollten damals diese Zusammenarbeit möglichst unbürokratisch gestalten“, so der oberste Dienstherr der „Floriansjünger“ der Großen Kreisstadt im Beisein aller Kollegen und Kommandanten aus den beteiligten Kommunen zwischen Renchen und Rheinau, Sasbach, Sasbachwalden und Seebach.
Konkretes Ziel der Vereinbarung war primär eine „vereinfachte Abrechnung“ bei Einsätzen der sogenannten  „Überlandhilfe“, wenn bei einem größeren Schadensereignis die Wehr der einen in eine andere Gemeinde alarmiert wird. In diesem Sinne habe die Stadt Achern als Mittelzentrum und Stützpunktwehr Verantwortung für die Region wahrgenommen, „ohne auf die für uns günstigere Spitzabrechnung zu bestehen“.  Deshalb wurde nach Aussage von Klaus Muttach unter den Feuerwehren und zwischen den zuständigen Sachbearbeitern in den Rathäusern eine Zusammenarbeit „lösungsorientiert und auf Augenhöhe“ vorgenommen. Auf dieser guten und zukunftweisenden Basis entstanden weitere Kooperationen wie die Nutzung der Atemschutzwerkstatt in Achern durch die Feuerwehren der Region, auch die Reinigung persönlicher Schutzkleidung kann vorgenommen werden. Weiter nannte der Oberbürgermeister die Grundausbildung mit gemischten Ausbildern am Standort Achern sowie die Ausbildung zum Truppführer. Ferner wurde in Achern und in Kappelrodeck ein Schlauchpool eingerichtet. Den großen Vorteil dieser Vereinbarung sag Klaus Muttach auch darin, dass die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehrleute entlastet und die Qualität im Feuerlöschwesens verbessert werde. „Wir haben im nördlichen Ortenaukreis gezeigt, dass Bürgermeister und Kommandanten über den Tellerrand hinaus blicken und zum Wohl der Menschen unkompliziert, konstruktiv und effektiv zusammenarbeiten können“. Deshalb war es Klaus Muttach ein großes Anliegen, sich bei allen Beteiligten für die „bewährte Zusammenarbeit zu bedanken, gleiches unterstrich mit höchsten Lob Bürgermeister Bernd Siefermann (Renchen) für die Kollegen.
Den „Einsatz“ beim Feiern in gemütlicher Runde nutzte Klaus Muttach auch dazu, nochmals offiziell bei Kommandant Michael Wegel für dessen 20-jähriges Dienstjubiläum zu bedanken. Er sei auch wesentlich dafür verantwortlich, dass diese Vereinbarung ins Rollen kam, umgesetzt wurde und eine sehr gute Kooperation zwischen den Feuerwehren der Region bestehe. Dass sich diese Zusammenarbeit bewährte, zeigte Michael Wegel etwa am Brand des Mummelseehotels und anderer größerer Schadensereignissen auf, bei denen es von der Alarmierung über die Einsätze bis zur Abrechnung optimal laufe. Dass die Kooperation der Kommunen und Feuerwehren im nördlichen Ortenaukreis geradezu vorbildlich funktioniere, bekräftigte Kreisbrandmeister Bernhard Frei und er gratulierte herzlich seinem Stellvertreter Michael Wegel zum runden Jubiläum. Im Ortenaukreis gebe es viele Vereinbarungen und es sei auch eine spannende Sache, was derzeit geschehe. Sein Ziel sei es, die Alarm- und Ausrückordnung im Ortenaukreis zu überarbeiten und vor allem auch zu optimieren. „Deshalb ist es gut, dass es so ein vorbildliches Beispiel wie im nördlichen Ortenaukreis gibt“  

Die interkommunale Zusammenarbeit ist seit zehn Jahren ein Erfolgsmodell bei Einsätzen und bei der Verrechnung der Überlandhilfe – hier alle Kommandanten mit ihren jeweiligen Dienstherren bei der Feier in der Acherner Feuerwache

 

Quelle: Roland Spether