Gemeinde Kappelrodeck

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Aktuelles aus dem Rathaus

Dreißig Aussteller machten mehr als fünfzig Ausbildungsangebote

Wie geht es weiter nach der Schule? Antworten und Entscheidungshilfen auf diese Frage bot am Mittwochabend die Schlossbergschule Kappelrodeck mit ihrer Werkrealschule Achertal auf ihrer 6. Achertäler Ausbildungsmesse in den Räumlichkeiten der Schule. An dreißig Infoständen informierten Betriebe aus Handel, Handwerk und Industrie sowie von Verwaltung, Polizei und Klinikum über ihre Ausbildungsangebote, über duales Studium und Weiteres mehr. Die Gewerbevereine Ottenhöfen und Seebach e.V. und der Gewerbeverein Kappelrodeck unterstützten die Veranstaltung, die Agentur für Arbeit bot Berufsberatung an. Das Angebot war sehr vielfältig, reichte von Medientechnologie über klassisches Handwerk wie Bäcker, Metzger, Maurer, KfZ-Mechatroniker, Elektroniker, Installateur, Maler und Schreiner bis zum Industriemechaniker, Technischen Produktdesigner, Forstwirt, Vermessungstechniker und Verwaltungsfachangestellten. Dabei wurde deutlich, dass zum klassischen Handwerk nach wie vor elementar handwerkliche Tätigkeiten gehören, dass aber das Handwerk von heute nicht mehr zu vergleichen ist mit dem Handwerk vor der elektrotechnischen und digitalen Zeit.

Damit die Ausstellung nicht nur eine Ausstellung von Ständen wurde, hatten sich die Betriebe gut vorbereitet, ihre Vertreter sprachen die Jugendlichen an und motivierten sie, ein Praktikum zu machen und sie ließen sie auch zu Werke gehen. So konnten die Jugendlichen hier eine Mauer aufsetzen, dort einen kleinen Bagger bedienen und Sand schaufeln und wieder an anderer Stelle ein Autorad wechseln. Bei der Floristin wurden Gestecke gemacht, beim Bäcker wurden Brezel geworfen und im Metallbau konnten Jugendliche schöne Metallrosen herstellen und Geschicklichkeitsspiele zusammenschrauben. Am Stand des Ortenau-Klinikums wurde Blutdruck gemessen und bei den Schreinern wurde gesägt und geschliffen. Einige Betriebe hielten ein kurzes Quiz zu ihrem Metier parat und zur offenen Begegnung an den Messeständen trug sehr bei, dass die Auszubildenden der Betriebe von ihrer Seite über ihre Ausbildungserfahrungen berichteten. Auch von Seiten der Schule waren die Schülerinnen und Schüler vorbereitet und hatten Fragebögen auf ihrer Tour dabei. 

Die Achtklässlerin Sena Zeller holte sich Informationen bei der Polizei. „Ich habe schon seit der zweiten Klasse den Wunsch, einmal zur Polizei zu gehen,“, teilte sie mit, während sich ihre Klassenkameradin Kiara Bohnert noch nicht ganz sicher ist, wohin ihr Berufsweg einmal führen soll. Sie könnte sich auch gut vorstellen, einen Beruf auszuüben, der mit Tieren verbunden ist, Tierärztin etwa. „Ich will habe Lust etwas Handwerkliches machen“, äußerte der Achtklässler Fabian Decker und er denkt, es könnte in Richtung Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik gehen.

Auf der Ausbildungsmesse hatten auf jeden Fall alle ein vielseitiges Forum, sich einen Einblick in mehr als fünfzig Ausbildungsangebote zu schaffen. Runde zwei Stunden dauerte die Messe und es herrschte ein reger Betrieb, bis die Veranstaltung gegen 19.30 Uhr ausklang. Rektor Wolfgang Flegel sowie seine Kolleginnen und Kollegen zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf. „Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler nicht allein lassen, sondern zu ihrer Berufsfindung die Hilfestellung leisten, die wir können, und wir sind froh über diese kooperative Veranstaltung, auf der sich die Betriebe zeigen können“, so Wolfgang Flegel.

Quelle: Berthold Gallinat

Gerne nutzten die Schülerinnen und Schüler der Schlossbergschule auf der Ausbildungsmesse die Angebote der Betriebe, aktiv zu werden
Gerne nutzten die Schülerinnen und Schüler der Schlossbergschule auf der Ausbildungsmesse die Angebote der Betriebe, aktiv zu werden